"Gras"Bis jetzt ging ja alles einigermaßen gut mit dem ungebetenen Gast in mir. Die Chemotherapie ist, was die Nachwirkungen angeht, relativ gut über die Bühne gegangen. Bis gestern Abend so gegen 22 Uhr. Da bin ich im absoluten Tiefgang gewesen: mir wurde so richtig übel, ich hatte Durchfall wie die Niagara-Wasserfälle. Es wurde eine schlaflose Nacht.

Heute früh ging es mir auch nicht besser und vor ungefähr einer Stunde wollte ich noch sterben, so dreckig ging es mir. Ich war durch mit Jacke und Hose. Bisher wusste ich nicht, was es bedeutet, wenn einem so richtig schlecht ist! Ich habe zwar nicht gekotzt oder so, mir war aber so elend, wie ich mich noch nie zuvor in meinem Leben gefühlt hatte.

Nach draußen in die Kälte kann ich gar nicht! Sofort schmerzen mir die Finger und ich friere wie Espenlaub im Wind…

Eine Chemo zu bekommen ist schon Scheiße – ich wünsche es niemals niemanden.

Jetzt geht es mir wesentlich besser, denn ich habe Medizin genommen: Ich habe einen Joint geraucht, das ist für mich die beste Medizin. Klar bin ich jetzt nicht fit und gesund. Aber die Übelkeit und die ganzen Nebenwirkungen der Chemo machen sich nicht ganz so bemerkbar. “Gras gegen Krebs.”
Also mir hilft es im Moment sehr gut: keine Schmerzen oder sonst was. Ist immer noch besser, als sich mit irgendwelchen Medikamenten voll zu pumpen…

Ich will jetzt nicht zum Drogenkonsum aufrufen! Es gibt gewiss viele Leute, die mit dem Zeug nicht umgehen können. Aber bei Krebs verschreiben selbst die Amis Gras als Medikament…

Also und mir hilft es gerade total.